Schönwalde: Ehemaliger Flugplatz erwacht aus dem Dornröschenschlaf

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Wie Laura Sander von der Märkischen Allgemeinen Zeitung am 21. April 2017 schreibt, soll der ehemalge Fliegerhorst endlich durch das Land Brandenburg an einen Kaufinteressenten vergeben werden. Das einst bis zu 8.000 Soldaten umfassende Areal hat sich die Natur längst zurückerobert. Die Brandenburgische Boden Gesellschaft (BBG) bot die Liegenschaft nun erneut zum Kauf an.

Zuletzt hatte 2014 die Schöner Wald GmbH hier im Erlenbruch ein futuristisches Öko-Dorf entwickeln wollen, doch wie zuvor schon viele andere scheiterte auch dieser Versuch. Das Gelände ist mehr als 25 Jahren ungenutzt: „Auf die Gemeinde kommt mit der Entwicklung des Gebietes eine große Herausforderung zu. Es entsteht ja quasi ein neuer Ortsteil mit speziellen Anforderungen“, so Bürgermeister Bodo Oehme. So soll zum Beispiel der ehemalige Tower die Funktion einer Begegnungsstätte übernehmen und auch weitere Institutionen entstehen.

Von dem rund 67 Hektar großen Areal, das mit Ausnahme einiger Kleinbetriebe aktuell ungenutzt ist, können maximal 25 Hektar bebaut werden. Auf die vorhandenen Gebäude, die zum Teil noch aus den 1930er Jahren stammen, muss ein möglicher Investor dabei kaum Rücksicht nehmen: Sie dürfen größtenteils zurückgebaut oder gleich ganz abgerissen werden. Lediglich zwei Flugzeughallen sind denkmalgeschützt. Die beiden markanten Hangars im Osten des Fliegerhorts sind nicht Bestandteil der zum Kauf stehenden Fläche.

Fast 60 Jahre, von 1935 bis 1994, diente das Areal als Militärstandort – erst unter den Nationalsozialisten, später unter der Gruppe der sowjetischen Streitkräfte (GSSD). Bis in die 1950er Jahre hinein hoben von der 1.000 Meter langen Rollbahn regelmäßig Flugzeuge ab. Auf einem Teil des ehemaligen Fliegerhorsts entstand nach der politischen Wende das „Gewerbegebiet Erlenbruch“.

http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Flugplatz-erwacht-aus-Dornroeschenschlaf

 

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