Osthavelland: Lebendige Geschichtsvereine?

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    Archäologischer Park Freyenstein in der Prignitz - Geschichte zum Anfassen

-> In welchen Kommunen gibt es überhaupt Geschichtsvereine? Und wozu denn eigentlich? „Die Vergangenheit“, höre ich immer wieder, „ist soooo lange her, lasst sie ruhen und fertig.“ Doch es gibt diese unverwüstlichen Zeitgenossen den Mäklern zum Trotz – in den Geschichtsvereinen. Sie sind im besten Falle Zusammenschlüsse Gleichgesinnter, die an der Erforschung ihrer Heimat in Form lokaler und regionaler Geschichte Interesse haben, sich darüber austauschen und auch greifbare Ergebnisse an die Öffentlichkeit bringen. Natürlich alles im Ehrenamt! Ohne die freiwillige Selbstverpflichtung würde es in diesem Segment ziemlich traurig aussehen. Daher Hochachtung vor diesen Freizeitforschern!

Im Osthavelland steigen seit Jahren die Einwohnerzahlen kontinuierlich an, resümiert Danilo Hafer in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 23. Januar 2018, „Wustermark, Brieselang und Nauen haben dabei prozentual am meisten zugelegt. Konkret stieg die Einwohnerzahl in der Gemeinde Wustermark um rund 2,2 Prozent. Lebten im Jahr 2016 noch 9.187 Menschen dort, waren es zum Ende des Jahres 2017 schon 9.390.“ Auch in Ketzin/Havel stieg die Einwohnerzahl von 6. 526 auf nun 6 .572. „Attraktive Arbeitsplätze, oder die Nähe zu ihnen, sind ein wichtiger Grund, warum sich immer mehr Menschen im Osthavelland niederlassen. (…) Davon profitiert auch Friesack. Der Amtsbereich ist im vergangenen Jahr um 78 Einwohner gewachsen. Am Jahresende lebten dort 6.506 Menschen. Anstiege konnte auch Dallgow-Döberitz verzeichnen. Die Einwohnerzahl überschritt im vergangenen Jahr die Marke von 10. 000. Heute leben dort 10. 030 Menschen. (…) In Brieselang stieg die Einwohnerzahl um 185 auf nunmehr 11. 866 Menschen an; einen Zuwachs gab es auch in Nauen: Dort stieg die Einwohnerzahl von 18. 216 auf 18 .491. Das größte Wachstum in absoluten Zahlen hatte, wie schon in den Vorjahren, die Stadt Falkensee. Die Einwohnerzahl stiegt hier auf 44. 071. (…) Statistisches Schlusslicht war zum Jahresende die Gemeinde Schönwalde-Glien. Sie hat als einzige an Einwohnern verloren, was jedoch einen ganz bestimmten Grund hat. Denn Ende des Jahres wurde die Flüchtlingsunterkunft geschlossen, wodurch in der Statistik rund 230 Einwohner fehlen. Heute leben dort 9.583 Menschen.“ Also leben im Osthavelland beinahe 100.000 Menschen. Zugleich eine gewaltige Zahl an potentiellen Vereinsmitgliedern. Der Gesamtartikel: http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Deutlich-mehr-Einwohner-im-Havelland.

In nachfolgenden Kommunen gibt es Geschichts- und Heimatvereine:

In Falkensee: Der Verein der Freunde und Förderer von Museum und Galerie Falkensee stellt insofern einen Glücksfall dar, als dass er sich der Förderung der lokalen Geschichtsforschung verschrieben hat. Die Arbeitsgruppe der Ortschronisten des Osthavellandes (Falkensee, Falkenhagen, Falkenhain, Finkenkrug, Seegefeld, Waldheim, Brieselang, Dallgow, Schönwalde…) ist dort angebunden. Die Herausgabe des alljährlich pünktlich erscheinenden „Heimatjahrbuchs für Falkensee und Umgebung“ liegt in den Händen des Vereins. Aber auch die Gruppe „Zusammenleben in der Stadt“ der lokalen Agenda 21 hat 2014 ein Buch zum Wirken der Staatssicherheit in Falkensee und Umgebung herausgegeben.

In Friesack: sucht der 80jährige Vereinschef vergeblich einen Nachfolger für seinen Heimatverein, wie Andreas Kaatz in der Märkischen Allgemeinen Zeitung am 17./18. März 2018 berichtet: http://www.maz-online.de/Lokales/Havelland/Friesack-Kirchert-Heimatverein-Heimatgeschichte. Günter Kirchert trug mit seinen Mitstreitern soviele Exponate zusammen, dass daraus eine heimatkundliche Sammlung als Grundstock für das Friesacker Heimatmuseum entstand.

In Ketzin:  kümmert sich rührig der dortige Heimatverein um sein Museum und die Erforschung der Lokalgeschichte http://www.heimatverein-ketzin.de/heimatmuseum.htm.

In Nauen existierte einstmals ein blühendes Museum mit einer sehr wertvollen Sammlung, welches jedoch geschlossen wurde. Die Nauener Heimatfreunde betreuen und werten die Sammlung ehrenamtlich aus: http://www.funkstadt-nauen.de/nhf_start.html.

In Brieselang, Dallgow, Schönwalde, Wustermark… Fehlanzeige!

 

Noch zum Weiterlesen:

Friesack http://www.amt-friesack.de
Heimatverein Friesack e.V. – Ortschronisten: Friesack, Wutzetz, Zootzen

Mühlenberge Heimatverein “Rund um den Schwedenturm” Wagenitz/Mühlenberge Ortschronisten: Haage, Senzke, Wagenitz

Paulinenaue Ortschronisten: Selbelang

Pessin Ortschronisten: Pessin

Retzow Ortschronisten: Retzow

Wiesenaue Ortschronisten: Brädikow, Jahnberge, Vietznitz, Warsow

Ketzin Heimatverein Etzin e.V. Heimatverein Ketzin/Havel e.V. Freunde der Paretzer Mühle e.V. Verein Historisches Paretz e.V. Förderkreis Dorfmuseum Tremmen e.V. Ortschronisten: Etzin, Falkenrehde, Fernewerder, Gutenpaaren, Ketzin, Paretz, Tremmen, Zachow

Nauen Nauener Heimatfreunde 1990 e.V. Heimatverein Behnitz e.V. Heimatverein Ribbeck e.V. Tietzower Heimatclub e.V. – Ortschronisten: Berge, Börnicke, Groß Behnitz, Kienberg, Klein Behnitz, Lietzow, Markee, Neukammer, Ribbeck, Schwanebeck, Tietzow, Wachow

Brieselang – Ortschronisten: Bredow, Brieselang, Zeestow

Dallgow-Döberitz – Ortschronisten: Dallgow, Döberitz, Rohrbeck, Seeburg

Schönwalde-Glien Heimatverein Grünefeld e.V. Heimatverein Schönwalde Dorf e.V. – Ortschronisten: Grünefeld, Paaren im Glien, Pausin, Perwenitz, Schönwalde, Wansdorf

Wustermark Historia Elstal e.V. Heimatverein MEMORIA Priort e.V. – Ortschronisten: Buchow-Karpzow, Dyrotz, Elstal, Hoppenrade, Priort, Wernitz, Wustermark

-> Bei Interesse wenden Sie sich an den Ihnen am nächsten stehenden Verein! Selbstverständlich darf, jedoch muss es nicht immer ein Sportverein sein 😉 Es gibt viel zu entdecken…

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