Falkensee/Norwegen: Sigurd Syversen verstorben

Erinnerungsmale im Falkenseer Geschichtspark

Der 95jährige Bürgerpreisträger der Stadt Falkensee verstarb in seiner Heimat Oslo, schreibt das „Brandenburger Wochenblatt“ am 4. Dezember 2016. Der Norweger Syversen war zwischen 1942 und 1945 im nationalsozialisten Deutschland als Zwangsarbeiter, u.a. auch im Außenlagers Falkensee des Konzentrationslagers Sachsenhausen. Hier hat er als Sklave in der Rüstungsindustrie Grauenvolles erlebt und viele Leidensgenossen sterben sehen. In den letzten beiden Jahrzehnten besuchte er im April eines jeden Jahres zusammen mit Schülern regelmäßig die heutige Erinnerungsstätte „Geschichtspark Falkensee“ auf dem Gelände des ehemaligen Außenlagers. Er trug mit seiner besonderen Form des Gedenkens einen wesentlichen Anteil zur lokalen Erinnerungsarbeit bei, denn er aktivierte nicht nur Jugendliche seines Heimatlandes, sondern auch  zahlreiche Bürger Falkensees, sich mit den damaligen Geschehnissen auseinanderzusetzen. Diese außergewöhnliche Persönlichkeit hat somit Unvergeßliches zur Völkerverständigung beigetragen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und den Weggefährten.

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